Dienstag, 28. März 2017










 






“Hai”loses Highlight



Es hat tatsächlich noch geklappt!! Nach unserer letzten Nacht in einem der schlechtesten und trotzdem teuersten Zimmer unserer gesamten Reise sollten wir doch noch zu unserem Schnorchelglück kommen. Doch vorher hatten wir leider noch ein sehr unschönes Erlebnis mit dem Chef des Hotels. Da wir zu unseren Löchern in der Wand, den lockeren, teils losen Latten der Balkonbrüstung, den wackeligen Steckdosen und lose herumliegenden Kabeln auch noch weitere Mängel bemerkten, wollten wir zumindest jemanden das Ganze einmal anschauen lasse. Die scharfen Metallnieten an der Teppichkante, an der wir alle drei mehrfach hängen geblieben sind und  von der Tim schließlich eine ziemliche Schramme am Fuß hatte, war uns dann doch etwas zu viel, und so hofften wir, wenigstens nicht die gesamte Summe zahlen zu müssen. Zimmer tauschen ging ja nun nicht mehr, hätte wahrscheinlich eh nicht viel gebracht… Leider war der Herr am Empfang nicht mal bereit, ins Zimmer zu kommen und sich die Probleme selbst anzuschauen. Statt dessen wurde er unfassbar unfreundlich, behauptete auf Johannes` Nachfragen, nicht zu wissen, was das Wort „boss“ bedeute, gab vor, nichts zu verstehen und stellte sich komplett dumm – er könne hier nicht weg, es sei so voll (niemand sonst da!)… Schließlich drohte er dem in solchen Fällen sehr hartnäckigen Johannes (gut!) sogar mit der Polizei!? Die könne ruhig kommen, meinte mein inzwischen sehr erboster Freund und er warte gern! Die Polizei komme dann in einer halben Stunde (Häh?) – tja, kurz nach 11.00 Uhr, das wäre genau nach unserer Checkouttime gewesen, seltsam, oder? Unfassbar! Für den Preis (!!??) könne man nichts Perfektes erwarten (aha, da muss man gewisse Gefahren in Kauf nehmen, für über 130 $ die Nacht!), das Hotel sei alt (und? kann man trotzdem reparieren?!). Was für eine Farce… Als ich dann mit Baby schließlich auch unten war und wir ihm die rote Schramme an seinem Fuß zeigten, war er plötzlich ganz verdutzt, schaute panisch und begann sich zu entschuldigen (das erste Mal!)! Bisschen spät, wir werden über Booking.com schauen, wie wir das klären, so geht es ja dann auch nicht! Ganz ehrlich – in den USA sind schon Leute wegen viel kleinerer Sachen verklagt worden und haben gewonnen! Hat er wohl Schiss bekommen…
Jedenfalls kamen wir dann etwas später im John Pennekamp Coral Reef State Park, als geplant und konnten so leider keine große Schnorcheltour mehr machen – aber zumindest konnten alle Aktionen wieder gebucht werden, der Wind hatte sich endlich beruhigt :D. Aber die kleine Tour von 2,5 h hat dann auch völlig gereicht, die Seekrankheit lauerte schon und bei 4,5 h hätte sie uns sicher voll in ihre Fänge bekommen :D! So hatten wir dagegen eines der tollsten Erlebnisse unserer Reise. Wir konnten zwar keine Haie und leider auch keine Schildkröten im türkisblauen Wasser ausmachen, aber in dem tollen Riff, in dem man sich vorkam, wie in einem überdimensionierten Aquarium, gab es unzählige bunte Fische unterschiedlichster Größe und Form zu entdecken, dazu wundervolle Korallen und Fächer und das tollste waren große Barracudas, die uns scharf beobachteten und dicke, bunte Papageienfische. Irgendwie waren wir beide auch ganz froh, bei unserer Tour keinen Hai getroffen zu haben – wenn so ein Barracuda plötzlich auf Augenhöhe neben einem im Wasser hängt, reicht das auch schon aus, um einen Schreck zu bekommen, zumal man sich hier in einem fremden Element befindet, wo jederzeit und aus allen Richtungen ein „Einheimischer“ auftauchen kann. Bei seinen Touren werden täglich mehrfach diverse Haiarten von seinen Kunden gesichtet, wie uns der Kapitän berichtete. Die Riffhaie seien aber z.B. „nur“ zwei Meter lang – mhm… Jedenfalls war es ein tolles Erlebnis zum Abschluss und nach der Tour fuhren wir direkt nach Fort Lauderdale, statteten Meer und Strand einen letzten Besuch ab und dann ging es heim. Auf den letzten „Metern“ unserer Heimreise hängen wir nun in Oslo fest… Die letzten Zeilen zum Abschluss gibt es dann von zuhause aus!