Montag, 6. März 2017



Mit der Metro fuhren wir am nächsten Tag (bei ca. 2°C und garstigem Wind!!) zum Big Apple. Erster Stopp war das One World Trade Center und Ground Zero im Financial District. Hier sind seit dem Anschlag 9/11 viele Neubauten entstanden, die mehr oder weniger vor allem eines sagen wollen: die Freiheit lassen wir uns nicht nehmen! Und es ist gelungen – das Gebiet rund um Ground Zero strahlt eine ganz eigene Stärke und auch einen gewissen Trotz aus, so dass jeder hier abwechselnd andächtig in die Memorial`s Twin Reflection  Pools oder in die Höhe, zu den neuen Wolkenkratzern, starrt. Das One World Trade Center ist mit 541 m das höchste Gebäude der Stadt und glänzt strahlend in der Sonne. Es ist trotz allem kaum vorstellbar, wieviel Leid und Schmerz dieser Ort gesehen hat. Hier kann man nicht einfach durch huschen, man braucht immer mindestens ein paar Minuten Ruhe und Zeit zum Gedenken…
Zu Fuß ging es dann durch das Finanzzentrum New Yorks (wo die Broker mit ihren Aktentaschen regelmäßig den DAX füttern :D…) weiter zum Fährhafen. Ein schneller Hotdog stillte den größten Hunger. Mit der Staten Island Ferry wollten wir die Freiheitsstatue passieren, ein für alle Passagiere absolut kostenloses Vergnügen, solange man sich nicht von einem der wirklich sehr penetranten „Fähren-Fänger“ beschwatzen lässt, eine „Special Statue of Liberty Tour“ mitzumachen. Diese kostet nämlich Geld – und das sicher nicht zu knapp. Sogar bis direkt vor dem Eingang der Fähre nach Staten Island postieren sich diese Menschen und versuchen jeden Einzelnen abzufangen, den sie erwischen können. Auf der Fähre (fährt alle halbe Stunde) war es dann zwar ziemlich kalt, aber für ein paar Fotos konnten wir sogar Tim ganz kurz mit raus nehmen. Die Fähre ist riesig und so ist sowohl für New Yorker Pendler, Familienausflügler oder Obdachlose wie auch für alle begeisterten Besucher genug Platz, drinnen wie draußen. Die Dame direkt zu besuchen hatten wir verworfen, da hier Wartezeiten von bis zu 2,5 h wahrscheinlich sind und die Tickets nach ganz oben begrenzt sind.
Nachdem wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten, ging es weiter zu Fuß zur Brooklyn Bridge. Auf dem Weg dahin gab es viel zu entdecken und zwischen den Schluchten der riesigen Wolkenkratzer fand sich auch das ein oder andere alte Haus, das an das typische „alte“ New York erinnert. Die Brooklyn Bridge an sich ist vor allem eins: total überlaufen und voll. Wenn man sich die vielen Menschen weg denkt, bleibt ein sehr beeindruckendes Bauwerk und ein weiterer spannender Teil New Yorker Geschichte. Leider wurde es zunehmend ungemütlicher und kälter und auf diesen bissigen Winter und den eisigen Wind waren wir beide vor allem klamottentechnisch nicht eingestellt. Also suchten wir uns eine schicke Bakery in der Park Avenue (Tatsache ist, dass wir schon so verhungert waren, dass wir das Erstbeste auswählten, was wir auf dem Weg zum Empire State Building entdeckten) und ließen uns an einem der riesigen Fenster mit Blick auf den Menschenstrom unseren späten Lunch schmecken. Das Empire State Building werden wir in den kommenden Tagen nochmal in Ruhe besichtigen, da es dann schon dunkel wurde. Letztes Ziel an diesem Tag waren dann noch der Broadway und der Timesquare und ein Besuch mehrerer Geschäfte auf der Suche nach Mützen und Handschuhen. Nicht nur im eisigen New York würden wir die noch brauchen, sondern auch in Kanada… :D

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