Donnerstag, 2. März 2017

Letzte Station an der Westküste – San Diego






Nach dem großen Oscar-Spektakel ging es ein wenig ruhiger zu. Wir verließen unsere Unterkunft und somit auch Los Angeles. Unser Tagesziel sollte Laguna Beach sein. Aber so schnell lässt einen Los Angeles nicht los. Zum einen wegen der gigantischen Dimensionen bzw. den Ausmaßen der Stadt, wegen der so typischen Staus auf den unzähligen Highways und zum anderen wegen der wunderbaren Entdeckungen, die man hier machen kann. Venice Beach zum Beispiel.  Auch wenn wir dieses Mal keinen Stopp an diesem skurrilen und berühmten Strand gemacht haben, sollte es immer einen Halt dort geben. Aber am besten bei Tageslicht.
Stattdessen sind wir zum Long Beach gefahren und haben einer alten Lady einen Besuch abgestattet. Die „Queen Mary“ hat schon einige Jahre auf dem Buckel. 1934 lief sie vom Stapel  und ging 1936 auf Jungfernfahrt. Ihr Anspruch sollte es sein, dass „Blaue Band“ zu bekommen. Eine Ehrung für das schnellste Schiff auf der Atlantikroute. Was sie von 1938 bis 1952 auch blieb. Leider wurde das Schiff im Zweiten Weltkrieg für Militärzwecke umlackiert und umgebaut. Sie überstand jedoch den Krieg, wurde 10 Monate umgerüstet und ging 1947 für 20 Jahre wieder als Passagierschiff auf See. Danach wurde sie von der Gemeinde Long Beach gekauft und liegt seit dem als Museum und Hotel im Hafen.
Bereits bei unserer Ankunft im Hafen sowie auch bei der Weierfahrt begann es wieder zu regnen. Ein entspannter Strandbesuch im Nobelörtchen Newport war somit ausgeschlossen. Dennoch ein sehr interessanter Ort… bei vielen der großen Villen am Wasser stehen in der Einfahrt große Yachten und im Supermarkt sitzen die Kassierer im Anzug an der Kasse.
Als wir Laguna Beach erreichten schütte es immer noch wie aus Eimern. Am nächsten Tag versprach der Wetterbericht jedoch überwiegend Sonne.
Das Versprechen wurde gehalten und bei blauem Himmel und der Sonne im Gepäck ging es am Dienstag früh nach San Diego. Dort verbrachten wir auch den restlichen Tag - am Missionbeach. Ein für Triathlonkenner denkwürdiger Ort… hier wurde aus einer Idee, den besten Ausdauersportler zu finden, Geschichte geschrieben und der erste Triathlon der Welt durchgeführt.
Den gesamten Mittwoch haben wir bei schönstem Wetter am Strand verbracht. Einziger Wehrmutstropfen war der ziemlich garstige und kalte Wind. Aber mit einem guten Windschutz aus Regenschirmen, die wir uns gleich in San Francisco gegen den Regen :D gekauft hatten, wurde es dann doch ein sehr angenehmer Tag. Tim hat begeistert den Strand durchwühlt, um alles in den Mund zu stopfen, was er finden konnte (Steine, Muscheln, Algen, Seetang, …) und die Möwen verfolgt. Letztes waren zwar genauso groß wie er, aber Tims Kreischgeräusche und begeisterte Juchzer ließen sie dann doch lieber die Flucht ergreifen :D. Gut für Tim. Der Tag wurde dann wieder im Joghurtland und bei In-N-Out-Burger gebührend beendet und dann ging es ans Packen, denn heute verlassen wir die Westküste und kommen der Heimat wieder ein Stückchen näher. Nächster Stopp ist New York! Wir sind gespannt, was uns da erwartet. Auf jeden Fall mussten die warmen Klamotten wieder rausgekramt werden – es sind derzeit nur 4° C…

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