Die Fahrt hinaus aus der Stadt und zurück in die Wildnis und
die Verlassenheit der Natur war wieder besonders interessant, da auf unserem
Weg ein weiterer Nationalpark (Zion) lag, der ebenfalls sehr schön sein muss
und landschaftlich sicher viel zu entdecken bietet. Leider regnete es auch hier
noch immer und so konnten wir nur erahnen, wie schön es hier ist. Nach der
recht kargen und langweiligen Highway-Strecke direkt nach Las Vegas boten die Berge
hier und die vielen Felsformationen ein neues Bild. Die Strecke führt zum Teil
mitten durch den Berg, ohne zusätzliche Beleuchtung, was der Straße etwas Abenteuerliches
verleiht.
Vor Page wollten wir noch "The Wave" anschauen, eine Formation aus Sandsteinfelsen in verschiedenen Farbschattierungen, die in den Felsen geschnitten ist und aussieht wie eine riesige Welle. Leider entpuppte sich die sogenannte "Straße" dorthin als besserer Schlammpfad, der anfangs noch schön fest und glatt war und dann mit jedem Kilometer immer matschiger und lehmiger wurde und immer tiefere Spurrillen aufwies. Mit einem Jeep kein Problem (kostet auch nur 200 Dollar am Tag...), aber mit unserem armen Nissan wären wir irgendwann sicher stecken geblieben. Zumal wir die insgesamt 15 km nur im Schritttempo fahren konnten. Nachdem wir ca. 5 davon geschafft hatten, mussten wir leider kapitulieren und das Unterfangen schweren Herzens abbrechen. Nächstes Mal...
Vor Page wollten wir noch "The Wave" anschauen, eine Formation aus Sandsteinfelsen in verschiedenen Farbschattierungen, die in den Felsen geschnitten ist und aussieht wie eine riesige Welle. Leider entpuppte sich die sogenannte "Straße" dorthin als besserer Schlammpfad, der anfangs noch schön fest und glatt war und dann mit jedem Kilometer immer matschiger und lehmiger wurde und immer tiefere Spurrillen aufwies. Mit einem Jeep kein Problem (kostet auch nur 200 Dollar am Tag...), aber mit unserem armen Nissan wären wir irgendwann sicher stecken geblieben. Zumal wir die insgesamt 15 km nur im Schritttempo fahren konnten. Nachdem wir ca. 5 davon geschafft hatten, mussten wir leider kapitulieren und das Unterfangen schweren Herzens abbrechen. Nächstes Mal...
Am Lake Powell in Page (Arizona) angekommen war das Wetter
leider immer noch nicht so viel besser, aber zumindest hatte es aufgehört zu
regnen und so machten wir gleich noch einen Abstecher zum Horseshoe Bend, einem
riesigen hufeisenförmigen Mäander des Colorado River. Die Felswände fallen hier
extrem steil ab und es geht über 300 m tief hinunter. Außerdem besteht der Fels
aus Sandstein und der darauf befindliche Sand macht die Oberfläche relativ
rutschig. Es gibt keinerlei Abgrenzungen oder Geländer, deshalb müssen alle
Besucher extrem vorsichtig sein. Wenn es auf den Felsen sehr voll wird, kann
ein kleiner versehentlicher Schubser schnell böse enden. Für Leute mit
Höhenangst ist diese Attraktion nur von Weitem zu empfehlen, am ersten Tag
waren wir auch noch besonders ehrfürchtig und extrem vorsichtig. Wenn man sich
dagegen traut, bis vor an die Kanten zu gehen, erlebt man den unglaublichsten
Blick, den man sich vorstellen kann!! Mit dem richtigen Schuhwerk und guten
Kameras ausgestattet kann man sich hier Stunden aufhalten. Es ist auch ein
gewisser Nervenkitzel dabei, vor allem wenn man Leute beobachtet, die mit hohen
Schuhen zwischen den Felsen herum stöckeln oder unbedingt an den vordersten
Kanten stehen, sitzen oder liegen müssen. Da ist mir ein paarmal fast das Herz
stehen geblieben. Auch am nächsten Abend waren wir nochmal hier, zum
Sonnenuntergang und damit Johannes seine Timelapse-Aufnahmen machen konnte.
Am nächsten Morgen nach dem sehr leckeren Frühstück schliefen
wir uns dann nochmal richtig aus, da es immer noch wie aus Eimern regnete, aber
für nachmittags versprach, besser zu werden. Gut ausgeruht machten wir uns dann
bei Sonnenschein auf den Weg zum Antelope Canyon. In Las Vegas hatten wir in
einer Galerie im Caesars Palace bereits wunderbare Aufnahmen des Naturfotografen
Peter Lik bewundern können, dessen Bild „Phantom“, aufgenommen im Antelope
Canyon, das teuerste Bild ist, das je verkauft wurde – 6,5 Millionen Dollar hat
ein privater Käufer dafür gezahlt. Besonders in den Sommermonaten bietet der
Canyon die tollsten Motive, wenn die Sonne in der Mittagszeit senkrecht von
oben durch die engen Schluchten bis zum sandigen Boden hinunter scheint und
Säulen aus Licht zwischen den bizarren Sandsteinformationen zaubert. Wir
konnten diese Phänomene jetzt im Februar leider nicht bewundern, aber auch so
ist der Antelope Canyon unglaublich schön und bietet zahlreiche Motive, auch
für Hobbyfotografen. Als Privatperson kann man ihn leider nicht betreten, das
geht nur mit einer der organisierten Führungen, die natürlich Geld kosten, und
das nicht zu knapp. Aber es lohnt sich. Zumal die Indianer, die die Führungen
machen, sich sehr bemühen, den Besuchern einzelne Besonderheiten, wie die Form
eines Bären zwischen den Felsen, eines Herzens oder anderer Figuren näher
bringen. Wer im Sommer da ist, sollte aber auf jeden Fall während der
Mittagszeit den Canyon besuchen, da zu dieser Zeit sicher besondere
Lichtmomente entstehen.
Am nächsten Tag besuchten wir noch den Glen Canyon Dam und
den Lake Powell. Letzterer ist wohl eher in den Sommermonaten zu empfehlen.
Danach ging es weiter ins Monument Valley, mit einer Unterkunft direkt unter
einem der riesigen Felsen, die bei der Erosion über Jahrmillionen „zurückgeblieben“
sind und nun wie einzeln hin geworfene riesige „Monumente“ im Nationalpark
stehen.
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